Achtung, es soll auch sogenannte “rechte Gedanken” geben!

Als 1) undogmatischer Linker, der eine grundgesetzkonforme Entwicklungsdiktatur anstrebt, als evolutionär-monistischer Goetheanist 2) und radikaldemokratischer Maoist kenne ich keine selbstgestrickten Gattungen. “Rechte Gedanken”, pfui Teufel, linke Gedanken, lecker! Ist das Wissenschaft? Selbstverständlich nicht! Hier, wieder eine Kostprobe der “Lügenpresse”, diesmal ist es die die Tageszeitung “Die Welt”, Ausgabe 16/01/15, die unter dem Titel “Worin liegt die Anziehungskraft rechter Gedanken?” diese frech behauptet und dann willkürlich irgendwelche Phänomene aus der Naturwirklichkeit jenem allgemeinen Begriff unterordnet. Frau Hannah Lühmann gibt sich objektiv, aber die Gattung des Textes kann man getrost mit Agitprop bezeichnen. Goebbels konnte es auch nicht besser. Es ist immer das gleiche Schema, achten Sie mal darauf und legen Sie sich bevor Sie irgendeinen Hetzartikel gegen Systemkritiker von der vermeintlich freien Presse durchlesen eine Tüte prophylaktisch auf den Tisch, falls Ihnen übel werden sollte. Also, zuerst wird dem Andersdenkenden ein Begriff untergeschoben, in diesem Fall die Rechtslastigkeit, um dann ungestört und durch angewandte Rhetorik getarnt, genau das zu tun, was man im Satz vorher dem politischen Gegner angehängt hat, und das mit einer Verve, die einem Wachhund gleicht, den man nach langer Zeit von der Kette gelassen hat. Wer dem Aberglauben an die sogenannte Gesellschaft nicht huldigt, wer der Aufklärung ihren Absolutheitsanspruch streitig macht, wer wie Sokrates sich dialektisch auf die Suche nach Wahrheit begibt, wer der verlogenen Friedenspropaganda der EKD die Stirn bietet, der wird massiv diskriminiert und neo-rassistisch, weil bio-deutsch, verbal plattgemacht. Was halten Sie denn davon? Die Lohnschreiberin meint die PEGIDA: “Sie sind es auch nicht, sie sind ein Mob”. Überhaupt werden alle Ausnahmepersönlichkeiten mit Wirrköpfen unterschiedlicher Provenienz in einen Topf geworfen und das Femeurteil gefällt. Hannah ich schäme mich für Dich. Ach, gäbe es doch ein Volksverhetzungsgesetz, daß den teutschen Michel vor Dir schützen würde. Ach, gäbe es ein strenges Blasphemiegesetz, welches dem kunstreligiösen Goethevolk gestatten würde gegen Dich vorzugehen.
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1) Sie befinden sich hier im sakralen (essayistischen, romantischen) Selbstrekrutierungsbereich von Neu-Weimar. Kommentare probeweise erwünscht. Im Zuge der eingeleiteten Volxfront-Aktivität durch die verantwortliche poetologische Evidenz wird zur Erleicherung der Vernetzung diese Funktion vorläufig eingeschaltet. Fassen Sie sich bitte kurz. Achten Sie auf Höflichkeit, Sachlichkeit und Erkenntniskunst.
2) Ein Kennzeichen des Goetheanisten ist die Weltanschauung, in der Platon und Aristoteles vereint sind.

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