Artemis, Du bist die Entwicklungsbegleiterin des Goethevolkes

Eidos und Hyle, das Urbild jeder Dialektik, das Urbild des Paradoxen überhaupt, das ist der Mensch, das ist seine Freude, das ist nicht sein Leid: Fülle und Leerheit, Leerheit und Fülle. Artemis, Du als Göttin des Übergangs, bist Du nicht auch für den Rhythmus zuständig, für das prozesshafte Schreiten, welches immer wieder innehält, um Taktik und Strategie neu in Einklang zu bringen? Bist Du deshalb angeblich unberechenbar, weil Du das Untere Ich grausam an seine Pflicht erinnerst, sich tugendhaft zu verhalten, sich opferbereit zu zeigen für die anstehende Kulturrevolution und nicht wie ein Unhold feudalistisch vordergründig bloß nach den Kulturerzeugnissen zu greifen. Ja, wir wollen, ob Frau oder Mann, Dir nacheifern, wir wollen weder in der Glitzerwelt der westlichen Wertegemeinschaft nutzlos verraucht werden, noch wollen wir unstet ikonoklastische Dinge tun. Dankbar nehmen wir die Gabe der Hygieia an und mit Deiner Strenge wird diese erkenntniskritisch für die nächste Verzauberung von uns vorbereitet.

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