Ästhetisierung der Wortformen, Blüthe (I)

Für uns Goethe-Aktivistinnen und Goethe-Aktivisten steht das Wort Blüte in seiner gängigen Schreibweise nicht mehr für seine ganzheitliche Einbettung im Kunstprozess der Menschwerdung. Überhaupt ist dieser Gang durch uns selbst zu Ende zu führen, was das BRD-Regime (Vorhölle) verhindert. In dem wir diese in das kunstreligiöse Paradies der ästhetischen Poleis verwandeln, schaffen wir Brückenköpfe der 6. Kulturepoche. Eine Möglichkeit ist die Rückverwandlung der Worte in absolute Gebilde mit einem eigenen Sinngehalt, der aber kein sozialfaschistisches, andere Kulturgruppen ausgrenzendes, moralisch fremdbestimmendes, sondern ein integristisches Organ ist, mit dem jede freie Entelechie ihren eignen Beitrag zur “Sozialen Plastik” leisten kann. Im Nymphaion sprechen wir die Blüte als “Blüthe” aus. Wir wollen damit die Göttin Juno ehren. Ihr dionysisch-orgiastischer Hauch im Spätfrühling, im Frühsommer, angedeutet durch den aspirierten Konsonanten, immer vermählt mit dem der Artemis, da sie die Göttin der gegenwärtigen Form ist, läßt jenen ephemeren Zustand zum ewigen werden. Der hochparadoxe Aspekt, wo das Gewußte erkannt, das Unlebendige belebt und das Vielfältige geeint wird, ist das immerwährende Festspiel, dem nur das Absolute Ich im Zeichen der “Blüthe” beiwohnen kann.

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