Auch Goethe gehört zum ehemaligen Deutschland

Mit 1) Goethe gehört selbstverständlich auch die romantische Kunstreligion zum ehemaligen Deutschland und damit auch das Artemision zu jeder Kommune. In dieser wird der Vertreter der menschengemäßen Friedensaktivität, die geistig absolut freie Individualität verherrlicht und ihr dauerhaft Asyl gewährt. Das Heiligtum der Göttin der reinen Einbildungskraft ist der transzendentale Ausgangspunkt der Polisstiftung. Der ästhetische Stadtstaat schafft die Vorausetzungen dafür, daß die Religion der Individualität den geistigen Frieden auch in der Ekklesia michaelisch verwirklicht. Mit Goethe übernahm die Kunst selbst diese Funktion im individuellen Menschenleben durch die Ermöglichung der erkenntnisgeleiteten Tat, in der Evolution der “Sozialen Plastik” (Beuys), in der Evolution des Menschenbildes. Nach Rudolf Steiner haben Goethe, aber auch Schiller, die Übergänge erarbeitet, die Punkte aufgestellt, “[…] welche von der Kulturepoche, die sie geschaffen, gefordert werden”. (2, S. 22)  In der Kunstreligion kommt es zur Vereinigung der wissenschaftlichen Grundsätze (Methode nach Schiller) mit der Art des Anschauens nach Goethe. Die wirklich voraussetzungslose Wissenschaft, wie die GAIA sie vertritt, “[..] entlehnt die Betrachtungsweise der Außenwelt und zwingt sie ihr nicht auf.” (2, S. 21) Die Konversion zum Goethevolk führt zur Herbeiführung der ursprünglichen Attitüde des Zen bei gleichzeitiger Beibehaltung des Weltbezuges, Intensivierung der Erfahrung und Transzendierung deren Inhaltes bis zur evolutionären Inhärierung der Erkenntnis. Die Einförmigkeit des Denkens, welches sich nur auf eine Gattung beschränkt und allegorisch alle Objekte modelliert wird zur Einheitlichkeit geöffnet, welches symbolisch uneingeschränkt vermittlungsfähig ist: Einheit in der Vielfalt.
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1) Sie befinden sich hier im sakralen (essayistischen, romantischen) Selbstrekrutierungsbereich von Neu-Weimar. Kommentare probeweise erwünscht. Im Zuge der eingeleiteten Volxfront-Aktivität durch die verantwortliche poetologische Evidenz wird zur Erleicherung der Vernetzung diese Funktion vorläufig eingeschaltet. Fassen Sie sich bitte kurz. Achten Sie auf Höflichkeit, Sachlichkeit und Erkenntniskunst.
2) Rudolf Steiner, “Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung”, Rudolf Steiner Verlag, Dornach Schweiz, 7. Auflage 1979.

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