Aufklärerisches Jakobinertum oder subjektive Einbildungskraft, welcher Geist soll herrschen?

Weder das reine allgemeine von jeder Empirie losgelöste begriffliche Denken des Verstandes, noch die von jedem Bezug zur Vernunft befreite Einbildungskraft dürfen für sich allein den Anspruch erheben für das Ganze zu sprechen, sonder nur die ästhetische Autonomie, also die anschauende Urteilskraft, die Erkenntniskunst, weil allein sie das objektive und das subjektive Denken in der Situation ganzheitlich zu vereinigen vermag und damit auch der Wille direkt und selbstbestimmt handeln kann. Eben objektiver Individualismus, transzendentaler Idealismus. Eine direkte Demokratie ist anders nicht denkbar. Direkte Demokratie ist nichts anderes als die Diktatur der Kunst, wobei der kategorische Imperativ zur Anwendung kommt, die Herrschaft durch Freiheit. Das Jakobinertum, also der Etatismus in seinen unterschiedlichen Formen, ist Herrschaft durch Gewalt und entspricht damit nicht mehr der durch Kant eingeleiteten kritischen, sechsten Kulturepoche der Menschheit. Jeder totalitäre Kollektivismus ist somit reaktionär, weil er seine Herrschaft mit dem bewußtseinsgeschichtlich längst überwundenen vermeintlichen Naturrecht des Stärkeren, auch unter Verletzung des Demokratieprinzips begründet. Die pseudowissenschaftliche, auf Aberglauben beruhende Übertragung der Naturkausalität auf das Reich der Freiheit, der Geisteswissenschaft mit welchem ideologischen auf Eigeninteresse beruhendem Inhalt auch immer und mit Gewalt stellt eine Zwangskonversion dar und ist grundgesetzlich verboten. Keine Staatskirche darf sich in Deutschland laut dem zugrundeliegenden Regelwerk mehr etablieren. Aber genau das wird in der Mitte von Europa versucht.

About

Categories: Uncategorized