Autogenozidaler politischer Ikonoklasmus. Die Blockparteien als Kulturvandalisten

Wahlboykott, Nichtwahl der Kulturvandalisten und außerparlamentarische Selbstorganisation auf kunstreligiöser Basis, das ist die erkenntnismutige Tat der postmodernen Individualitäten. Entwicklung um jeden Preis. Die Goetheanisten, die Partei der Kulturgerechtigkeit, ruft zur Entmachtung der selbstgerechten Oligarchie in Deutschland auf. Dies aus guten Gründen. Es geht um das endgültige Zuschlagen des Tores, das Kant für das kommende Goethevolk geöffnet hat und durch das die Dämonen der abgelaufenen Vorzeit wieder das Reich der Freiheit zu besetzen trachten. Ihre Vorgehensweise ist immer die gleiche: Umschreibung, Verbannung, Zerstörung von Kunstgegenständen, die der politischen Klasse bei der Ausübung ihrer auf Gewalt gegründeten Herrschaft hinderlich sind. Da jeder Gegenstand der Kultur prinzipell Kunst ist, handelt es sich bei der ideologisch oder offenbarungsgläubig begründeten Beseitigung von geistigen Erzeugnissen eines Volkes um einen widernatürlichen Frevel. Wird dies von der gewählten Regierung veranlaßt oder geduldet, so haben wir es mit einem autogenozidalen Vorgang zu tun. Eschatologische Häresie, das Kennzeichen einer extremen, antievolutionären, staatsterroristischen, auf die sofortige Erfüllung des Heils dringende Irrlehre. Deshalb ist es an der Zeit für ein ästhetisches Gemeinwesen zu kämpfen, in dem auch jeder Mensch als Kunstwerk seiner selbst geachtet wird. Ohne Ausnahme ist die Individualität ein Monarch im Reich der Freiheit, ein Aristokrat in der Polis und ein Kommunist in der Güterwelt: Neu – Weimar. Das ist die wahre klassenlose Gesellschaft, die Mao tse-tung vor Augen hatte.

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