Brombeerblüten: Das totalästhetische Kunstwerk Neu -Weimar

Andachtsstimmung: Freuen wir uns auf das Werk der Elfe und der Göttin des Frühsommers, Juno. Wieder werden es die anmutigen, inkarnatfarbenen Brombeerblüten sein, die eine hoffnungsfrohe Seelenhaltung herbeiführen. Ja, wir sind in einem großen, herrlichen Ganzen. Aber, als aufgewachte Grenzgänger wissen wir um unseren erkenntniskünstlerischen Formungsauftrag. He, nous poietikos, im Denkverlies der politischen Korrektheit, erkenne Dich selbst, gnothi seauton! Was Rot – Grün und Schwarz – Gelb, eben die Blockparteien, dem Goethevolk seit 40 Jahren aufbürden, sollte doch Anlaß genug für eine energeia sein, die den Durchbruch nach Neu – Weimar wahr werden läßt. Siehe, Du bist schon längst dort, wo Goethe als Archont das Amt für Selbstbildung inne hat, Themistokles das Amt für Selbstverteidigung und Empedokles das Amt für Sprachkunst. Aus reiner Menschenliebe hast Du Dich erneut aufgemacht, die Sonne verlassen, um auf der Erde die poetologische Evidenz als Dauerphänomen zu verwirklichen. Deinen selbstgewählten evolutionären Gestaltungsauftrag willst Du unter allen Umständen erfüllen, damit auf dem Erdenplan ein Abbild des gewaltfreien Herzogtums entsteht, dessen Bürgerin, dessen Bürger Du seit langem bist. Auf der Seinsebene des Logos, der geistigen Sphäre, wo auch das Höhere Ich des menschlichen Einzelwesens seine immerwährende Heimat hat, herrscht wahre Gleichheit, wahre Einheit in der Vielfalt. Ein Ort dort auf einem noch unbekannten Kontinent ist für die Menschen in der Mitte von Europa besonders wichtig geworden, weil sich dort viele Individualitäten versammelt haben, die das Urphänomen einer schöpfungs- und menschengemäßen Polis entwickeln.

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