Das Scheitern: Der Künstler muß scheitern, um nicht zu scheitern!

Haiku: Die weiße Lilie – stillt die endlose Sehnsucht – Ruhe vor dem Sturm

Das Scheitern ist das Prinzip, wonach der Künstler seine Werke hervorbringt. Das Werk selber ist das Produkt des Scheiterns. Die durch das Ideal initiierte Suchbewegung führt zu dem Christus und dieser muß scheitern, damit der nächste Schritt zur Etablierung des von der Natur gewollten Menschenbildes der geistig absolut freien Individualität in der Evolution, der kunstavantgardistischen Dingwelt sichtbar, in der Akashachronik eingeschrieben wird. Seine Kreuzigung ist die Grundlage der Kunst. Das irdische Prinzip und der Christus führen durch die Anstrengung, durch das Streben der Individualität, der Entelechie gemeinsam mit der Göttin Hygieia 1) und dem Gott Ares zur menschheitlichen, paßgenauen, situationsethischen Verwirklichung der imaginierten Handlung, der Goethea, dem Goethe. Das Scheitern der Individualität ist das Aufschieben eines Rendezvous mit der Göttin Pandora, die Aufgabe der Hoffnung zugunsten einer erkenntnisgeleiteten Tat, die Attitüde eines Boddhisattvas. Erst das Scheitern eines Ideals führt zur Erkenntniskunst, zum nahtlosen Übergang auf dem Königsweg nach Neu-Weimar. Das Primat der Kunst ist das Primat des Scheiterns, ist das Primat der angewandten Ethik. Mit dem evolutionär-monistischen Resultat des Scheiterns, dem michaelischen Sinnbild in der Galerie am Artemision bewaffnet, erlangt die Adeptin oder der Adept mit Leichtigkeit die Gunst der Göttin der Morgenröte Eos.
_________________________________
1) Die Göttin Hygieia, die reine Erfahrung, ist das nur für die totalexistierende Individualität gegebene individuelle Wissen, das allerdings noch mithilfe der reinen Idee erkannt und durch die reine Tat im Plutobereich, in der Vorhölle, im Herrschaftgebiet der naturgesetzlichen Gewalt, der Hoffnungslosigkeit verlebendigend und erlösend in der “Sozialen Plastik” angewendet wird.

About

Categories: Uncategorized