Der anfangslose Anfang und das endlose Ende in der Zen-Meditation

Zen ist die natürliche Weltanschauung des Menschen, nicht mehr und nicht weniger: Moralische Leere. Die vollkommene Identikation des vernunftbegabten Wesens mit seiner Entelechie, das große Erwachen, das Einssein mit dem bloßen Streben, die eigenständige und endgültige Überwältigung von Mara (Herr des Unteren Ichs), führt zur lebendigen Ganzheit, führt zur Erkenntnis der eigenen Persönlichkeit und darüber hinaus auch zum Wissen über die eigene persönliche Individualität und deren sozialplastisches Vermächtnis. Im Strom der Entwicklung gibt es keinen Anfang und kein Ende. Nur die dazu kommende Individualität setzt im Kulturprozess entsprechend ihrer Idee neue Formaspekte in der “Sozialen Plastik”, die mit ihr erscheinen und ohne sie nicht weiterentwickelt werden. Zen, als die Methode der radikalen Trennung von jeglicher moralischen Fremdbestimmung, öffnet den “Thorweg”, den Weg zu Zeus und zurück in die plutonische Schattenwelt, um dieser einen selbstbestimmten moralischen Abglanz von Neu-Weimar, wie ein naturgesetzliches Epiphänomen, einen kunstreligiösen Majaschleier auf Dauer zu verabreichen. Kunst wird Natur und der objektive Idealismus von Kant und Goethe wird sinnlich sichtbar bis in alle Ewigkeit.

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