Der Weg zum Ideal ist das Kunstwerk

Die GAIA legt den Schwerpunkt der Handlung auf das Kunstwerk, auf die Evolution, auf den Eintrag in die Akashachronik. 1) Das Kunstwerk selbst ist aber nicht das Ideal. Es nimmt Bezug auf das Ideal. Auch das Kunstwerk hat seinen Platz auf dem Weg nach Neu-Weimar. Jedes Fragment des Ideals ist aber als Teil des Ganzen selber trotzdem ganz. Sofort verändert es die Akashachronik. Hierbei handelt es sich um eine materielle Tatsache, die nur ästhetisch im Sinne von Goethe wahrgenommen werden kann. Die transzendentale und die metaphysische Erkenntnisstufe werden nur als Vorarbeiten für die sozialplastische betrachtet. Die Erkenntnis selbst ist als Grundvoraussetzung in jedem Fall der alleinige Ausgangspunkt für die Praxis. Jede übersinnliche Funktion, jede für den Erkenntnisprozess wesentliche seelisch-geistige Haltung kann von Dämonen besetzt und machtmißbräuchlich verwendet werden. Immer führt dies zum Substanzverbrauch und Kulturverfall. Unvollständig aufgezählt können die Hoffnung im Christentum, die Macht im Sozialfaschismus, das Objekt im Fetischglauben, die Auflösung im Nihilismus, die Reinheit im Goetheanismus, in Hybris umschlagen. Selbst der Goetheanismus kann sich zum schädlichen Ästhetizismus entwickeln.
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1) Die Natur hat den Menschen geschaffen, damit sie durch ihn in den einzelnen Individualitäten ihr Entwicklungspotential vervielfachen kann. Deshalb ist jede Unterdrückung irgendeiner Persönlichkeit ein Frevel, der die Religion der Individualität in ihrer Entfaltung behindert.

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