Die Goetheanisten, die erste politische Partei der Postmoderne

Die Kulturgerechtigkeit für alle geistig absolut freien Individualitäten herbeizuführen, daß ist zwar zuerst die Aufgabe der kunstreligiösen Avantgarde, der GAIA, aber ihr Handlungsziel ist nicht in erster Linie das BRD-System, sondern die morphogenetische Umstülpung des Gegebenen in ein Set von Mythologemen. 1) Gemeinsam mit der Göttin Artemis wollen die Goetheanisten das postmoderne Credo (Glaubensbekenntnis) von der Einheit in der Vielfalt durch Ästhetisierungen evolutionär auch im Politischen sichtbar machen. Die reaktionäre Ideologie der gutmenschlichen Vormundschaft, die im Augenblick in Deutschland von der herrschenden Clique methodisch angewandt wird, kann nur durch kulturrevolutionäre Aktionen erschüttert werden. Den vergewaltigten Entelechien muß ein bedingungsloser Zugang zur Öffentlichkeit, eine bedingungslose Teilhabe an den Gesamtressourcen des Landes freigekämpft werden, damit sie ihre individuellen Erzählungen ästhetisch anbieten können und nicht wie es jetzt kulturimperialistisch der Fall ist, sich alle heterogenen Kulturimpulse dem totalitären Diktat der Blockparteien beugen müssen.
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1) Der romantische Stil zeichnet sich durch die Wiedervereinigung der zuvor getrennten wichtigsten geistigen Funktionsbereiche durch die jeweilige Entelechie aus. Wissenschaft, Kunst und Religion vereinigen sich zu einer großen Erzählung, eben der individuellen Mythologie. Einzelene Bestandteile dieser werden als Mythologeme bezeichnet.

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