Brombeerblüten: Die Göttin der Morgenröte Eos, eine mythologische Schau

Wer will sich der Göttin der Morgenröte Eos hingeben? Ihre unstillbare Sehnsucht konnte bis heute noch nicht auf ein für sie erträgliches Maß gemildert werden. Deshalb ist die kußbereite Titanide die erste souveräne Macht, die im Reigen der Transzendenz ungeduldig den Tag hervorbringt. Die rabenschwarze Dunkelheit fliegt plötzlich davon, die nebelhafte Trübe zerreißt, ein kalter Morgenwind bringt das Blumenkleid zum Flattern und zwischen den Bergen am Rand des Waldes erscheint Eos, zart und überschüttet den Weg zu ihr mit tanzenden Girlanden ganz in rosa. “Ich habe ein Geschenk für Dich”, sagt sie, “nimm mich! Doch ach, Du bist kein absolut freier Geist, wie Achilles einer ist. Ich rekrutiere nur die erkenntnismutigen Männer für ihn und nur sie lassen mein Herz vor Freude beben. Wenn auch Du die ästhetische Polis aufbauen willst, dann sage es mir, damit ich Dir Deine individuelle Losung des neuen Tages sagen kann. Mit dieser werden sich Deine relativen Ziele in Kunstschönheiten verwandeln und mit diesen ist der Weg zu den Plejaden gepflastert. Ständig befindest Du Dich dann auf den Propyläen inmitten aller Gottheiten, Helfer-innen und guten Dämonen. Der ewige Augenblick des harmonischen Dionysiums unter dem azurblauen Himmel, in der Gegenwart eines Deine Empfindung aufreizenden Lufthauches macht Dich zum Mitglied einer Bewegung, in der Pan, angelehnt an der dorischen Säule, nie aufhört seine Flöte zu spielen.

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