Die Kunstreligion vereint freiwillig und organisch

Nur die Kunstreligion bietet die absolut freie Individualität als ideales Entwicklungsziel an. Die erkenntniskünstlerische Weiterentwicklung des Ganzen ist eine Aufgabe, die durch das Bekenntnis zur eigenen Entelechie gelöst wird. Religion, verstanden als das Wesen des Menschen, verstanden als permanente kulturautonome Leistung der Persönlichkeit, steht konträr zu einem Aberglauben, der seine Verpflichtung zum Handeln nicht aus sich selbst hervorholt, sondern von außen geben läßt. Vorgefertigte Technik ist etwas anderes als werdende Kunst im Vollzug. Die absolut freie Individualität des einzelnen Menschen ist schon in Neu-Weimar. Sie ist schon da, wo das “Untere Ich” noch hinstreben muß. Immer wieder wird es durch antievolutionäre Dämonen von seinem Weg abgebracht und muß sich dann mühsam zurückkämpfen. Schon von weitem kann sie oder er die Göttin der Morgenröte, Eos, am Wegrand auf sie oder ihn warten sehen. Mit der Peitsche in der einen Hand und den Zügeln in der anderen, zeigt sie sich ungeduldig auf ihrem zweispännigen Streitwagen. Schnell soll die Entscheidung in der kommenden Schlacht für das neue Zeitalter fallen.

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