Die WAZ, die selbsternannte Tageszeitung und ihre vermeintlichen Nachrichten

Propagandistisch aufgemacht berichtet Sinan Sat pseudowissenschaftlich in der Tageszeitung WAZ, Ausgabe 04/12/14, über die Ereignisse in Düsseldorf vor dem ersten Empörungsspaziergang einer neu gebildeten Willensgemeinschaft. Der Titel des Artikels lautet: “Selbsternannte Abendlandretter marschieren in Düsseldorf auf”. Der zu demonstrierende Inhalt der DÜGIDA ist kein Thema der GAIA. Die GAIA kämpft für alle Entelechien und ihr Entwicklungsanliegen. Sie ist weltbürgerlich aufgestellt. In Deutschland dürfen aber bestimmte Kulturgruppen und einzelne Individualitäten ihre Sichtweise auf das Ganze nicht in die Öffentlichkeit tragen, während es anderen selbst bei schwersten Gewalttaten erlaubt ist. Dies ist, auch ohne Jurastudium erkennbar, ganz klar ein Fall von Ausgrenzung und Rassismus. Außerdem verstößt diese Schieflage des Machtsystems gegen das Demokratieprinzip und läßt somit den vermeintlichen Staat als einen gefallen erscheinen. Auch in diesem Machwerk der WAZ finden sich Einsprengsel des postmodernen Sprachspiels. Es gibt eben keine Bereiche in der BRD mehr, die nicht den Interessen der Neo-Feudalisten dienen müssen. Wie immer werden bei systemkritischen Anlässen die dazu passenden Dämonen gebeten, sich über besonders plazierte Wörter in das Vorstellungsleben der Leser einzuschleichen. Sofort fällt der politsektiererische  Gebrauch von “selbsternannt”, “marschieren” und “vermeintlich” auf. Aber auch andere das Vorhaben der Widerstandgruppe diskreditierende Textbausteine finden sich ein. Mit den Gänsefüßchen kann man den Inhalt, den das Wort normalerweise bezeichnet in Frage stellen. In diesem Fall erhält die “Bewegung” die angebrachten Satzzeichen. Sie ist also keine Bewegung, sondern eine Horde. Die Gegenseite darf sich aber ohne jene darstellen. Auch wird diese mit dem Hinweis auf die teilnehmenden Parteien und andere oligarchische Gruppen geadelt. Der Widerstand soll als homogene Masse und damit beim Rezipienten als Mob auftreten. Ich vermisse in dem Text das Bild mit den Schnürstiefeln! Für wie blöd wird die deutsche Michelina, der deutsche Michel eigentlich gehalten? Die Bürgerretter, also die Partei, die von der WAZ offensichtlich mit Sympathien überhäuft wird, dürfen im Gegensatz zu den unwillkommenen Demonstranten ihr Anliegen auch als Zitat äußern, indem sie wie eh und je gegen den immer gleichen inneren Feind massiv vorgehen wollen. Und dann weiter die immer gleiche Sülze und Vermengung mit verschiedenen allgemeinen Begriffen. Das heilige, kostbare Vermögen, sich über die Sprache 1) zu verständigen, wird von den abgesandten des System und von diesem selber auch diesmal wieder blasphemisch verunreinigt. Artemis helfe uns bei der Suche nach einem wirksamen Mittel gegen den Haß, den das Ancien Regime gegen das objektiv-idealistische Goethevolk entwickelt hat.
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1) In seinem Märchen von der Schlange und der schönen Lilie behauptet Goethe, daß das Gespräch kostbarer ist als das Licht und das Gold. Aber welches Gespräch hat er vor seinen Augen? Das gleiche, was Nietzsche vermisste! Es ist das politische Gespräch, welches nicht allegorisch trennt, sondern symbolisch verbindet.

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