Ein Barbar zu sein, ist keine Kunst!

Der narzisstische Barbar, der in uns allen haust, und nur durch Erziehung, Rechtssystem und Selbstbildung zum Gründer einer attischen Polis wird, in der ein harmonisches Verhältnis zwischen der Individualität und der Gemeinschaft besteht, ist unter der Gewaltherrschaft des nihilistischen BRD-Systems, wie es nicht anders zu erwarten war, zum Idol avanciert. Auch in anderen Ländern in Europa haben die Sozialfaschisten der Kultur den Kampf angesagt, um eine neo-feudalistische Oligarchie auf dem Aberglauben an die sogenannte Gesellschaft zu errichten. Wegbereiter der unästhetischen Transformation sind irreguläre Truppen, deren Zerstörungskraft durch unterschiedliche antichristliche Ideologien gespeißt wird. Allen gemeinsam ist der antievolutionäre Vernunfthaß, der Widerwille zur fleißigen Problematisierung der eigenen, von der Göttin Hygieia gegebenen reinen Erfahrung und zur Universalisierung der daraus gewonnenen eigenen Lebensmaxime als Grundvoraussetzung für ein umgängliches Miteinander. Das absolute Ich will erkannt werden, da sonst keine Kunst entstehen kann. Der ikonoklastische Terroranschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo ist keine Kunst und auch keine Substanzvermehrung innerhalb der menschheitlichen Kultur. Es handelt sich um die unwiederbringliche physische Vernichtung des Trägers eines einmaligen ästhetisch autonomen Inhaltes und damit des Vermittlers einer geistigen Botschaft, die nur durch jene poetologische Evidenz der Welt offenbart werden konnte. Die Verantwortung dafür ist aber nicht dem Ausführungspersonal anzulasten, sondern allein den undemokratischen Machthabern, auch in Deutschland, wo ebenfalls die Geistverfolgung in allen Formen durch die Kolonialbehörde praktiziert wird. Der Mensch in seiner ungebildeten Naturwirklichkeit ist dennoch jeder geistigen Funktion gegenüber erhaben, eben Muslimin, eben Muslim. Er bleibt aber blind, wenn die absolute Negativität, die Individualität nicht über die Bildung ihren individuellen Beitrag für das Ganze erkennt und dann ihre individuelle Transzendenz destruktiv gegen die allgemeine anwendet, obwohl jene doch von dieser herrührt.

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