Enigma, Entelechie, Nietzsche, Rinzai

In der Praxis für angewandte Ethik wird positiver Nihilismus, wachsame, goetheanistisch – maoistische  Lebensart im Sinne von Nietzsche als geistige Bergwanderung vermittelt. Zarathustra kann dort oben tatsächlich gefunden werden! Warum soll diese radikaldemokratische dialektische Sicht auf das Wesen des Menschen gegenüber anderen weniger geboten sein? Moralisch selbstbestimmt als Entelechie leben, heißt auch jede denkbare geistige Attitüde privat oder öffentlich einnehmen zu können und zu dürfen! Stichwort: Wiederverzauberung, Enigma (1), αινιγμα. Die fröhliche Wissenschaft des absolut freien Menschen verbindet Kultur und Moral zu einem einheitlichen, neuen Ganzen. Grundlage hierfür ist das Koan – Bewußtsein eines Rinzai. Nur die vorgängige Leere, die absolute Sinnlosigkeit, der Tod eines Gottes kann andere Götter zur Wahl für das Ich auferstehen lassen. Die gleiche Grundmeditation kommt zustande, wenn der Adept sich, wie Rudolf Steiner es empfiehlt, der Idee erlebend gegegenüberstellt, um nicht unter ihre Knechtschaft zu gelangen.
1) In Jenseits von Gut und Böse fordert Nietzsche das “Wachsein”, damit das “änigmatische” der Dinge erkannt wird. Siehe auch unter Einleitungen XXXVIII in “Friedrich Nietzsche: Ecce auctor. Die Vorreden von 1886. Hrsg.und eingeleitet von Claus – Arthur Scheier. Philosophische Bibliothek. Meiner Verlag.Hamburg.1990.

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