Frau Petra Hinz, Sie beleidigen die kunstreligiösen Gefühle des Goethevolkes!

Was soll das moralische Geschrei auf Ihrer Website oben rechts dem universellen Goethevolk der geistig absolut freien Individualitäten sagen? Wissen Sie denn nicht, das die Goethe – Aktivistin und der Goethe – Aktivist  in ihrem individuellen Erkenntnisuniversum nur dem Unbedingten gegenüber Achtung und Ehrfurcht erweisen? Die moralische Empörung, dargestellt durch den Respektbegriff in Verbindung mit der Notwendigkeit gegen die vermeintliche Gefahr des Rassismus vorzugehen, in dieser Aufmachung und das gerade auf Ihrer Homepage mit Ihrer Lebensgeschichte, mit Ihrer negativen Erfahrung im Schilderstreit, zeigt nur eines neben der persönlichen Unglaubwürdigkeit, die kunstreligiösen Gefühle beleidigende, unästhetische politreligiöse Anmaßung. Achtung kann nicht im naiv – realistischen Sinne politisch eingefordert werden, sie kann keine selbständige Ursache in der Erscheinungswelt sein, nur Wirkung eines eigengesetzlichen, transzendentalen Ereignisses, schon garnicht auf diese bizarre, plumpe, sektenhafte Art. 1) Und das ist der beleidigende Akt, wenn in diesen heiligen selbstorganisatorischen Prozess mit barbarischer kommunikativer Gewalt antievolutionäre Dämonen geistverletzend durch Ihre Propagandatechnik eingeschleußt werden. Die ästhetische Autonomie, der Inbegriff der Sittlichkeit, der Kulturträger des sachgerechten Denkens, die jedem Menschen innewohnende monistische Entelechie braucht keinen machtpolitisch mißbrauchten Nachhilfeunterricht in Sachen Ethik. Sie braucht nur Neu – Weimar, als den Werkbegriff für den ästhetischen Stadtstaat der kommenden epistemischen Weltrepublik. Seit der erkenntnistheoretischen Kulturrevolution von Kant sollte der Offenbarungsglaube, in welcher Form auch immer, seinen Platz vor den Stadttoren gefunden haben! Aber nein, unbedingte Selbstbestimmung würde ja Ihren Heiligenschein, das neu entstandene, kirchlich unterfütterte Feudalsystem in Deutschland fraglich werden lassen. Es gibt keine Kulturgruppen in Deutschland, die einer besonderen, herausgehobenen Achtung bedürfen! Das ist Apartheid! Ihr Staat ist der Allgemeinheit verpflichtet. Wie Sie ja wissen, gab es in Deutschland schon zwei sozialfaschistische Regime in diesem Jahrhundert, wo auch der Respekt kollektivistisch in unterschiedlicher Dosierung entsprechend der Lebenszusammenhänge verabreicht wurde. Und noch einmal, sie wollen der Untertanin doch mit Ihrer durchsichtigen Schmutzkampagne etwas Dogmatisches offenbaren, was sie passiv, sogar mit Nachdruck in ihren Empfindungsleib einschreiben lassen soll. Nach dieser seelisch – geistigen Folter bemerkt sie allerdings recht schnell, das der Verstand ihr Gegenteiliges berichtet, denn das behauptete pseudowissenschaftliche Phänomen gibt es überhaupt nicht.

1) Kant: “Allein wenn Achtung gleich ein Gefühl ist, so ist es doch kein durch Einfluß empfangenes, sondern durch einen Vernunftbegriff selbstgewirktes Gefühl und daher von allen Gefühlen der ersteren Art, …”. “Die unmittelbare Bestimmung des Willens durchs Gesetz und das Bewußsein derselben heißt Achtung, so daß diese als Wirkung des Gesetzes aufs Subjekt und nicht als Ursache desselben angesehen wird.” “Der Gegenstand der Achtung ist also lediglich das Gesetz und zwar dasjenige, das wir uns selbst und doch als an sich notwendig auferlegen.” Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Immanuel Kant. Reclam, Stuttgart, 2011, S. 26, (AA 401).

About

Categories: Uncategorized