GAIA – Die Religion, die aus der Zukunft kommt (I)

Auch die Postmoderne, die sich durch eine besonders leidenschaftliche Rückbesinnung auf die eigene Negativität, auf die Suche nach der individuellen Ganzheit auszeichnet, braucht eine Religion, die sie überspannt. Nach dem Zusammenbruch der Moderne, dem Leben in der Entfremdung durch den Dualismus der Positivität, erscheint nun die Möglichkeit, eine neue Einheit in der Vielfalt der kulturellen Entwürfe herzustellen. Das Ich, die Gemeinschaft und die Transzendenz werden eine für uns alle optimale Lösung von selbst finden, da ist kein Widerspruch in der politischen Klasse sichtbar. Das der Mensch nicht nur ein wissenschaftlich interessierter Zuschauer sein darf, sondern auch künstlerisch in die Entwicklung einzugreifen hat, damit sie nicht ikonoklastisch aus dem Ruder läuft, diese Erkenntnis kann man von dem einfachen Verwaltungspersonal der Kolonialbehörde (BRD-System) nicht erwarten. Weder naive, noch gorgianische Pragmatik können die sich anbahnende Stasis (Bürgerkrieg) verhindern. Es ist ein beherztes, selbstbestimmtes Eingreifen durch die Künstlerin, den Künstler erforderlich, die in uns als die Goethea oder der Goethe im Hintergrund romantisch tätig sind. Die GAIA, arbeitet als außerparlamentarische Opposition, an einer zeitgemäßen Religion, welche der allgemeinen Wissenschaft eine besondere Rolle zukommen läßt, sie aber als Dienerin der Kunst auffaßt. Die Kunst, die individuelle Transzendenz, übernimmt seit Karl-Philipp Moritz zum ersten Mal das Zepter selbst und gestattet der Idee, dem objektiven Wissen und dem bloßen Gefühl nur noch die unumschränkte Macht in ihrem, die ästhetisierende Kulturrevolution fördernden Funktionsbereich.

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