Goethe und Mao tse-tung, geht das zusammen?

Selbstverständlich, denn beide sehen das Hauptanliegen der menschlichen Evolution in der absoluten Selbstkultivierung der irdischen Vernunft. Verfaulte Herrschaftsstrukturen, die das menschliche Einzelwesen für ihre oligarchischen Selbstinteressen entgegen dem Schöpfungsplan bloß als Mittel verschleißen, müssen zur Abgabe ihrer Macht gezwungen werden. So die Sichtweise beider. Goethe argumentiert aus der Freiheit heraus, Mao tse-tung aus der Naturgesetzlichkeit. Der Mensch besteht aus beidem. Damit absolute, kunstreligiöse Freiheit wirksam werden kann, muß sie in die Schattenwelt der Ideologien und der Willkür eintreten und Verantwortung übernehmen für den Gang der Dinge. Dabei gilt dem Argonauten, als dem Träger der Kulturrevolution, ausschließlich der Christus, die reine Vernunft, als amoralischer Wegweiser. Ohne Ausnahme muß jeder Bezug auf eine dogmatisch auftretende Anweisung für ein bestimmtes Verhalten in der konkreten Situation zurückgewiesen werden. Ohne Ausnahme muß dem intuitiv aufretenden Christus als kategorischem Imperativ im Willen vertraut werden, muß sich die Willkür des Naturwesens ihm unterwerfen. Ohne Ausnahme muß auch dem Goethe in uns Folge geleistet werden, damit alle der Selbstsucht verplichteten Neigungen das ganzheitliche Kunstwerk in ihrem Aufbau nicht stören. Ohne Ausnahme ist auch dem Gott Ares, in der Person des Mao tse-tung Folge zu leisten, damit die objektiven Maßstäbe des Verstandes in ihrer Reinheit angewendet werden können. Der Argonaut, die subjektive Objektivität, der Äther an sich, ist derjenige, der die vier Seinsbereiche in ihrer ursprünglichen Gestalt zu neuem Leben erweckt. Er beginnt seine Reise mithilfe des Buddha. Das Böse, die unlebendige Vorstellung, wird durch ihn verwandelt und der Thorweg steht offen für das Erleben der vielfältigen Erscheinungswelt. Die Göttin Hygieia schenkt uns dann die neue Form im Empfindungsleib. Das Goldene Vlies als Urphänomen in der Götterwelt für das Schutzschild gegen antievolutionäre Dämonen wurde zwar im überzeitlichen Raum aus dem Hain des Ares im Zusammenwirken mit Medea der Tochter des Aietes von Kolchis von Jason entwendet, doch dieser Vorgang findet permanent statt, da auf dieses Ereignis die lineare Zeit des naturkausalen Geschehens nicht anwendbar ist. Hier auf der Erde wiederholt sich dieser Vorgang, wie Nietzsche es schon wußte, unaufhörlich als die Wiederkehr des ewig Gleichen. Tatsächlich wird das Vlies dem Ares nicht auf Dauer entrissen, sondern nur im höheren Sinne als Kopie entliehen, da Urphänome die Prinzipien im transzendentalen Bereich sind. Ihr Auftritt kann also nur in Form einer Metamophose denkbar sein. Macht nichts, die Wirkung ist entscheident.

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