Herr Rolf Fliß, Autogenozid ist keine Politik! (II)

(789) +++ AUTOGENOZID +++ Kurzprotokoll und Bewertung des inoffiziellen Formationstreffens am 19/12/15 auf der “Agora” am Rüttenscheider Stern in der Kommune der Stadt Essen. Vorweg gesagt, ein Kunstwerk diskutiert nicht. Es möchte ausschließlich in seiner Gänze wahrgenommen werden. Dies gilt auch für das, welches sich, verursacht durch den Attraktorstrahl aus Neu-Weimar, in statu nascendi in der Öffentlichkeit ereignet. Die Öffentlichkeit aber ist praktisch verschwunden. Sie wurde einerseits durch die “Konsumreligion” der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft und andererseits durch den Aberglauben an die sogenannte Gesellschaft ersetzt (Sozialfaschismus). Auf diese Weise wurde der altgriechischen Individualität die kulturrevolutionäre Aktionsplattform entzogen. Deshalb hat das Autorenkollektiv der GAIA die “Agora” neu geschaffen. Mit dem heutigen zwei-stündigen Auftritt sollte ästhetisch auf die Aktion der “Essensbrettchen” reagiert werden, was ein ganz normaler demokratischer Vorgang wäre, wenn in Deutschland noch eine Volksherrschaft im Sinne des Polisgedankens stattfinden würde. Nun gut, die unten abgebildeten Pappkartons mußten für den kunstpraktischen Dialog beschriftet und in der Zeit von 11-13 Uhr ihre ästhetische Wirkung entfalten. Die kunstreligiös tätige Entelechie erhielt bei diesem Unternehmen viel Zuspruch. Einmal fand ein Zuschauer die Performance-Art zum Lachen. Einmal sagte eine Zuschauerin, nachdem sie erfahren hatte, daß sie einem bekennenden Maoisten gegenübersteht: “Bloß weg hier”. Das letzte Kurzgespräch endete wie folgt: “Ich mache jetzt ein Foto von Ihnen und schicke es der Staatsanwaltschaft, weil eine Beleidigung vorliegt”. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß es sich um einen den Bedingungen entsprechend erfolgreichen, kunstreligiösen Eingriff in die “Soziale Plastik” (Beuys) gehandelt hat. Trotz der sichtbaren Anwesenheit von anti-evolutionären Dämonen und ihren Drohungen, konnte die poetologische Evidenz der sprechenden Instanz das goetheanistische Symbol auf die Hyle übertragen, in der “Vorhölle” verkörpert zurücklassen. Die versprochenen Bilder folgen in Kürze.

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