Kämpfen wir für die Kunstwahrheit und die Entmachtung der Hybris

Die Kunstwahrheit wird von Goethe in den Propyläen thematisiert. Diese von ihm kurzzeitig herausgegebene Kunstzeitschrift gehört zum heiligen Kanon des transzendentalen Goethevolkes. In dieser ruft Goethe zum Kampf für die Kunstwahrheit auf. Indirekt bedeutet dies, daß sich die Politik aus der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Kunstreligion heraushalten soll. Alle drei genannten Gegenstandsbereiche sind Privatsache, sind Gebiete auf denen die geistig absolut freie Individualität souverän agieren will. Tragen Sie dazu bei, daß die Politikwissenschaft sich wieder auf ihr ureigenes Objektfeld zurückzieht und die jeweiligen individuellen Transzendenzen auf den anderen seelisch-geistigen Territorien unbehelligt läßt. Von der unkultivierten Naturwirklichkeit, in der wir alle mehr oder weniger verstrickt sind, ist selbstverständlich auch die Funktionselite nicht befreit. Gerade sie erliegt aber den dämonischen Einflüßen am schnellsten, weil sie an den Schalthebeln der Macht Platz genommen hat. Aus diesem Grund muß die Kunstwahrheit jene kontrollieren, mit dem Primat der Kunst. Wenn auch Sie wollen, daß die Politik schöpfungsgemäß der Kunst zu dienen hat und nicht umgekehrt mit respektloser Gewalt jene für oligarchische Selbstbeglückungen entehren darf, dann sollten Sie den erkenntnismutigen Schritt wagen und zu uns konvertieren! Werden Sie ein Teil des unversalen Ganzen! Schreiben Sie Ihre Taten direkt in die Akashachronik ein und lassen Sie nicht zu, daß Ihre ewige Entelechie umsonst die Erde aufgesucht hat!

About

Categories: Uncategorized