KPD (Goetheanisten-Maoisten): Aufruf zur Gründung einer anti-politischen Partei

Wenn das Politische unter die Kontrole des Pluto gerät, muß Anti-Politik die Antwort sein. Die anti-politische Kunstpraxis geht aus der Ästhetisierung der eigenen Erfahrungsinhalte hervor. Das Ergebnis ist das Erkennen des in die Tat umgesetzten politischen Sozialismus als archaische Sklavenhalterei. Den radikaldemokratischen Goetheanisten-Maoisten in der KPD ist aus kunstreligiösen Gründen die sozialfaschistische Oligarchie in Deutschland ein Frevel gegen die Schöpfungsgesetze, den es zu überwinden gilt. Auch Mao tse-tung musste Tschinag kai-check besiegen, bevor er seine konkrete Utopie eines freien Volkes auf freiem Grund verwirklichen konnte. 1) Wacht endlich auf, wacht endlich zur Eurer Individualität auf und kämpft für ein besseres Deutschland! Die neo-koloniale Verarmungspolitik der Kompradorenbourgoisie, unter der besonders die Empfänger-innen von Nettoeinkommen zu leiden haben, muß beendet werden! Alle anderen Punkte, die eine kulturrevolutionäre Umgestaltung der europäischen Mitte nötig machen will ich hier nicht wiederholen. Das vorläufige Parteiprogramm kann die interessierte Bürgerin hier auf dieser Webpräsenz finden. Die Ausbeutung der Individualität durch die sogenannte “westliche Wertegemeinschaft” und ihre Statthalter hat ein nicht mehr hinzunehmendes Maß erreicht. Während die politische Klasse alle Freiheiten genießt, diese aber nicht im Sinne des Ganzen, im Sinne von Neu-Weimar transzendent einsetzt, muß der dafür Arbeitende, mit der rassistischen Nazikeule im Nacken, für ein lächerliches Almosen sein ganzes Leben fremdbestimmt hingeben. Erst der Tod oder ein Sklavenaufstand befreit ihn aus dieser Vorhölle im Diesseits. Adorno hat recht, wenn er in seiner “Minima Moralia” den Intellektuellen als letzten Bürger und gleichzeitig als letzten Feind des Bürgers bezeichnet. Das transzendente Subjekt ging verloren und kam als objektivierender Intellekt ohne Inhalt wieder an die Macht. Es versagt sich aber “den ideologischen Mißbrauch der eigenen Existenz” und verhält sich in der selbstgeschaffenen “Hölle” der bloßen Reflexion, die durch den Verlust der lebendigen Mitte entsteht, unauffällig, streng allgemein, streng politisch korrekt, damit ihm dort “noch die Luft zum Atmen bleibt”. 2)
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1) Goethe stellt die Individualität seines Volkes, in Faust II, 5. Akt, Großer Vorhof des Palastes, mit folgenden Worten vor: “Das ist der Weisheit letzter Schluß,/Nur der verdient sich Freiheit und das Leben,/Der täglich sie erobern muß”. Danach erscheint die Vision von Neu-Weimar, einem Stadtstaat, wo er “auf freiem Grund mit freiem Volke stehen” wieder auferstehen wird.
2) Auf englisch unter Teil I, Kapitel 6: http://www.marxists.org/reference/archive/adorno/1951/mm/ch01.htm

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