Letting go! Loslassen! Vorurteile aufgeben! Allegorien auflösen! Voraussetzungen streichen! (mit Bild und Haiku)
HAIKU: Anmut und Zartheit! Ein Sklave soll Dich tragen! Maske, sachgerecht? Kigan Thorix (21/05/20)

(1315, aktuell) +++ Hygiene-Diktatur (III) +++ Die totalexistierende Individualität hat heute ausgehend von der jetzigen Lektüre des Buches von Christoph Menke über Paul de Man in “Die Ideologie des Ästhetischen” erneut einen erkenntnispraktischen Ausflug in die Dingwelt des BRD-Regimes unternommen. Dabei waren ihr auch die gestrigen den Charakter des Willens modulierenden Einschreibungen in die “exakte Phantasie” (Goethe) der Transzendentalie des Seins sehr hilfreich. Es gilt die im passiven Geist der vernehmenden Vernunft sich anhäufenden Anhaftungen ausfindig zu machen und der Göttin der Reinheit Hygieia anzuvertrauen, damit diese die damit einhergehenden 3 großen Übel beseitigt und die Sinnlichkeit selbst wieder in einen jungfräulichen Zustand versetzt. Das Ideal hierbei ist die klassisch griechische kore 1) unter der Obhut der Göttin Artemis.

Um die für das apollinische Wesen, welches für die Besonnenheit zuständig ist und das im konträren Gegensatz zu dem dionysischen chaos steht, bizarren Ereignisse in dem europäischen Landstrich Deutschland erkenntnismutig aufzulösen und letztendlich einer kunstrevolutionären Tat vorerst nur in der orexis aber dennoch heilbringend für das Ganze zuzuführen, muss erneut der Literaturkritiker und Dekonstruktivist Paul de Man diesmal sekundärliterarisch zu Hilfe genommen werden. Er und Christoph Menke tragen also als transzendentale Mitglieder des ‘Autorenkollektives der GAIA’ dazu bei, die autogenozidalen Vorkommnisse in der Provinz der Westlichen Wertegemeinschaft hervorgerufen durch die Hygiene-Diktatur philosophisch zu erhellen, damit Wort und Tat, Zweck und Mittel fallbezogen, verhältnismäßig individualisierend, Ursache und Wirkung konsequentialistisch, folgerichtig, sachgemäß verallgemeinernd einander ablösen, die Teleologie 2) und die Genealogie 3) sich im Symbol des ‘ENSO-Kreises’ vereinigen können.

Nein, für die Herbeiführung eines ganzheitlich bewussten Seins im Hegel-Zeitalter reicht eine herkömmliche Meditation nicht mehr aus. Koan-Zen 4) oder die Kunst des aktiven Erkennnens in der essayistischen Praxis der reinen Selbstbildungsgestalt nach Goethe, eben bushido ist jetzt angezeigt, wo der Gott Ares den offenen Bürgerkrieg proklamiert! Auch das Erlangen der Selbsterkenntnis als unbedingte Grundlage für eine kunstrevolutionäre Praxis kann damit nicht erfolgreich angegangen werden. Der Propagandadruck zur Aufgabe aller Freiheiten kann nur dann sofort seine Kraft verlieren, wenn die von der Göttin Athene ausgesuchte Person sich willig zeigt, die von ihr angestrebte attische polis abermals zum Leben zu erwecken. Der Weg dahin, die Methode der Selbstausbilung zur “progressiv universalpoetischen” (Friedrich Schlegel)  Weltbürger-in, ist die Einswerdung mit dem autopoetischen 4) Text, den die verkörperte entelechia von der Göttin Ceres erhält, die auf dem gleichnamigen Zwergplaneten im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter in einer ‘Goetheanisten-Kolonie’ ein neues Zuhause gefunden hat.

Lassen Sie die oligarchischen Gruppen mit ihrem alltäglichen frevelhaften Spektakel einfach fahren. Diese haben Sie als souveräne, schuftende Bürger-in schon lange zur Seite gelegt und sich auf ihre biologische Kulturträger-in gestürzt! Die heilige kore wird von diesem absoluten Bösen ununterbrochen vergewaltigt! Sie sind totalverstaatlicht! Sie leben in einem Konzentrationslager! Die Krankschreibung bei gleichzeitiger widerständiger Handlung ist wohl die einzige Sprache, die das aus der Zeit gefallene Nazi-Regime im Augenblick auf dem Boden einer ‘Goethea’, eines ‘Goethe’ versteht! Kommunizieren wir ihm dieses solange, bis das System im besten Fall die Macht an eine ‘Verfassungsgebende Versammlung’ freiwillig abgibt, die sich aber vorher schon gebildet haben muss, denn wie Mao zedong es schon wusste, ganz von allein verlassen keine Staatsterrorist-innen den Thron! (wird fortgesetzt)
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1) “Das unsagbare Mädchen” (Giorgio Agamben, 7-15 pp., Fischer Verlag, 2012), die kore, die Persephone, sei das Ur-Kind, die Lebenskraft, die nicht-diskursive Erkenntnis, die im eleusinischen Mysterium gefeiert wird. Das im intensiven Spiel versunkene Kind am Weltenmeer der unzähligen Phänomene sei das Wahre, das nur berührt und genannt werden könne. Eine Aussage in der Form eines Urteils ließe das synholon unsichtbar werden. Diese Instanz des Ganzen, die “eine glücklich und unüberschreitbar in-fantile Exsistenz” besitze, ist zwar hyletisch transzendent, sei aber trotzdem mit den Sinnen zugänglich.
2) Eine ethische Richtung, die davon ausgeht, daß es eine Handlung gibt, die deshalb vollzogen wird, weil sie einen bestimmten ideellen Zweck beabsichtigt.
3) Eine ethische Richtung, die davon ausgeht, daß es eine Handlung gibt, die notwendigerweise als materielle Erscheinung eintreten muss.
4) Koan-Zen spielt in Mythologie “Sonne und Erde” eine Hauptrolle, da er die für die permanente Bewegung erforderliche Energie bereitstellt, die dem Verstandeswesen mit der Zeit abhanden kommt, und es dann anfällig wird für die Einflüsterungen antievolutionärer Dämonen. Das Tragen der Maske ist die Folge der Infektion des Empfindungskörpers durch einen gotteslästerlichen Geistkeim. Die inkarnierte Erkenntnisidee wird dadurch in ihrer Wirkung blockiert.
5) Die Ästhetik des Performativen bricht sich Bahn in jedem Menschen zum Wohl aller, wenn er nicht durch die Versklavungsstrategien des Nazi-Regimes für deren Ziele dienstbar gemacht wird.

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