Liebe Essener-innen, wo bleibt die evolutionär-integristische Egida?

Mit der Egida ein neues Vietnam gewaltfrei schaffen. Die kunstreligiöse Umsetzung des romantischen Ideals der “Einheit in der Vielfalt” bedarf einer neuen Kultur der Ästhetisierung, damit die einseitig gesellschaftlich verstandene Multikultur sich in eine ganzheitliche verwandelt, die eben nicht kollektivistisch gedacht wird, sondern streng das Individuationsprinzip beachtet. Die Transzendenz hat sich schöpfungsgemäß individuell verweltlicht. Unrechtmäßigerweise wurde sie dann von den Jakobinern unter Robespierre verstaatlicht und von seinen Epigonen weiter als das Eigentum der Oligarchie betrachtet. Der unkontrollierte Staat aber ist der Todfeind der Demokratie, da er die Reflexion anbetet und deshalb die reine Negativität, die Individualität, verleugnen muß (Judasverrat). Nur durch eine radikaldemokratische Kulturrevolution kann der Chimäre ihre Macht entrissen werden. Das positive Denken hat sich dem Primat der Kunst zu unterwerfen. Die Religionsfreiheit, die auch vom Islam in Anspruch genommen werden darf, ja muß, da wir alle aufgrund unserer Naturzugehörigkeit auch Muslime sind. Die Verabsolutierung des negativen Denkens ist aber Hybris. Alle Stationen auf dem Weg zur Erkenntnis und ihr Eintrag in die Akashachronik sind gleichwertig, aber verschieden in der Methode. Nur das absolut leere Ich kann die kunstreligiöse Entwicklung störungsfrei und kultursubstanzaufbauend begleiten.

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