Organspendeausweise im Bürgeramt der Stadt, muß das sein?

Vorweg dies. Die KPD (Maoisten) besteht auf einem kunstreligiösen (geisteswissenschaftlichen) Amt, das der Organtransplantation vorgeschaltet ist. Es ist nicht weiter hinnehmbar, daß ausschließlich medizinisch geschulte Handwerker und der evidenzbasierten Wissenschaft mächtigen Experten aus dem Plutobereich, die sich damit beschäftigen, sich ihrer hinsichtlich der ethisch vernachlässigten Tat gegenseitig allein vergewissern! Wo bleibt die nachkantianische Moralvorstellung? Was macht nun ein Stapel Organspendeausweise auf dem Schreibtisch im Bürgeramt-Rüttenscheid der Stadt Essen? Abgesehen davon, daß von Spende keine Rede sein kann, da diese nur zu Lebzeiten zur Verfügung steht und ansonsten wohl eher als Vermächtnis bezeichnet werden müßte, drängt hier ungeniert eine Machtgruppe der despotischen Oligarchie jedem Besucher ihre ideologische Sicht auf das Thema Organtransplantation auf. Es handelt sich bei der sogenannten Übertragung körperfremder Bestandteile um einen Vorgang, der in seiner ethischen Tiefe noch lange nicht durchschaut ist. Schwerstkranke in ihrem Sterbeprozess zur Nutzung durch andere freizugeben, kann nur in bestimmten Fällen moralisch erlaubt sein. Dies zu erkennen, ist wohl bisher noch keinem geglückt. Klar ist, daß die vorherige Einwilligung freiwillig und nach eingehender Beschäftigung mit dem Gegenstand erfolgen sollte. Die KPD (Maoisten) verlangt die Errichtung einer außerparlamentarisch kontrollierten Datenbank am Artemision, in der alle Prozesse dokumentiert werden. Eine nichtbegleitete Auslage der Dokumente in einer öffentlichen Einrichtung zur unaufgeforderten Ansprache und damit unästhetischen Einflußnahme auf die jeweilige unvorbereitete Entelechie, lehnt die GAIA selbstverständlich ab. Auch handelt es sich hierbei um eine unzulässige Profanisierung eines hochheiligen Aktes, da in die Autonomie einer Individualität eingegriffen wird, einer Entität, die auf ihrem Weg zurück nach Neu-Weimar in blasphemischer Weise gestört wird. Die Zwecklüge vom angeblichen Tod des Organbesitzers, der Diebstahl des wertvollen Körpers durch seine kostenlose Aneignung, die Intransparenz der Vorgänge, die ethischen Fragen im Zusammenhang mit dieser Kunst werden demnächst besprochen.

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