Programminhalt: Einheit in der Vielfalt (mit Video)

Update 23/03/14. Das Video ist aus dem Netz genommen worden. Die Blog – Redaktion sucht nach einem Ersatz!
Der GAIA – Auftrag lautet auch Vielfalt herstellen – Einheit bewahren. Dieser Zustand der angestrebten Polis ist letztendlich das Werk der Göttin Artemis (reine Einbildungskraft), der Hauptgöttin des Goethevolkes. Alle zwölf Hauptkategorien des Olymps sind eng mit dem Menschenwesen verwoben. In der nächsten Kulturepoche betritt der Mensch selbst, allerdings muß er sich dessen erst würdig erweisen und bleibt auch weiterhin ständig unter der Kontrolle der Gottheiten, den hohen Berg der Olympier in der Nähe von Neu – Weimar. Die schöpfungsgemäße Einheit kann nicht durch Einheit, Frieden, Gesellschaft, Krieg, Offenbarungsglauben oder irgendeine andere totalitäre Maßnahme, durch Versklavung und Folter den poetologischen Evidenzen gewaltätig aufgezwungen werden. Sie kann nur durch Vielfalt in voller Anmut zur Entfaltung kommen. Die Einheit bleibt auch freiheitlich und zerbrechlich, damit der jeweilige Mensch seine Künstlernatur verwirklichen, aber durch Machtmißbrauch und Kulturvandalisamus durchaus verfehlen kann. Nur die ewige Wiederkehr des monotheistisch gedachten, unbestimmten Ganzen im Lebendigen, vermittelt durch den allgemeinen Menschengeist (dem Christus) und in der umgesetzten goetheanistische Tat, früher sagte man Heiliger Geist, hindert den Menschen an einer antievolutionären, frevelhaften langandauernden Hybris. Nur die schicksalshaft erlebten, mit Notwendigkeit eintretenden Eingriffe des polytheistisch verstandenen Ganzen im Transzendentalen, der Göttinnen und Götter, verkleinert den Menschen wieder auf ein gesundes Maß, von wo aus er wieder eigenmächtig sein Entwicklungsziel, eben Neu – Weimar, den ästhetischen Stadtstaat der geistig absolut freien Individualitäten, erneut ansteuern kann. Also die Einheit ist die paradoxe Nichteinheit, ist das Schweben im Reich zweier gegebener naturnotwendiger Bereiche des Sinnlichen im Irdischen (unteres Ich) und des Sinnlichen auf der Sonne (höheres Ich). Im unteren Video, der Kopie einer Ausgabe des Philosphischen Quartetes kommt es an einer Stelle zur entscheidenden Aussage durch den Leiter, dem Philosophen Peter Sloterdijk, wo er auf die Misanthropie (Menschenfeindschaft) zu sprechen kommt. Der Integrismus sei die kulturelle Methode der nahen Zukunft. Dies ist auch die kunstreligiöse Forderung der GAIA und der mit ihr verknüpften apolitischen Parteien “Pro-Evolution” (Kunstgeschichte) und “Mehr Netto” (Kunstpraxis) , sowie der politischen “Die Goetheanisten” (Kunsttheorie).  Die Anthropophobie kann nur durch Anthroposophie überwunden werden, so die Kernbotschaft der GAIA, nachzulesen in der Erkenntnistrilogie von Rudolf Steiner. Das philosophische Gespräch ist auch deshalb bemerkenswert, weil dort die Frage auftaucht, was es bedeutet, wenn das Ganze in seinen drei Formen aus der politischen Praxis ausgeklammert wird, wenn das lebendige Zugrundeliegende (= dass individuelle Hypokeimenon), der transzendentale Logos und die evolutionär wirksamen Kunst politisch korrekt zum Schweigen gebracht werden. Wird der positivistisch vorgehende Mensch, der Mensch aus dem Reich des Pluto, nicht bald durch das ausgesperrte Ganze wieder auf seine blasphemischen Tatsachen zu Recht aufmerksam gemacht?
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1) Urteile zum Framing machen das Einbetten rechtsunsicher, deshalb hier nur der Link zum Video: http://www.youtube.com/watch?v=/1V_MKR-iB6g. Der Zugang zum Video wurde verändert.

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