Über den Volkskrieg (VII, B)

(742) Wir Goetheanisten und Maoisten stimmen derzeit der Aussage von Mao tse-tung hinsichtlich der Stützpunktgebiete auf dem Land nur insofern zu, als er damit Zonen der ästhetisierenden Politik meint, einer Gemeinschaftslehre, die sich zum Ziel gesetzt hat, ein versklavtes Staatsvolk in Form von wahlverwandtschaftlich reorganisierten Erkenntnisgemeinschaften so umzustrukturieren, daß es in die Lage versetzt wird, die überlebten Machtstrukturen, unter denen es rechtlos leben mußte, mit performativer Kunst zu seinen Gunsten zu verwandeln. Nicht von politischer Ästhetik oder Schönheit, was gefälliger klingt, also vom Mißbrauch der Wahrnehmung sprechen wir, wie der Meister der anti-christlichen Propaganda,  Philipp Ruch, Berlin 1), sondern von einer Politik, die der Ästhetik zu dienen hat. (wird fortgesetzt)
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1) Sein Werdegang, seine Projekte, sein “Zentrum für politische Schönheit”, machen deutlich, daß er den Staat linksextremistisch überholt, ihn also nur scheinbar bekämpft, in Wirklichkeit pseudoreligiös aufläd, stärkt und damit eine grundgesetzfeindliche Staatskirche etablieren will: Sozialfaschismus pur. Die Weltphänomene finden von selbst zur Wahrheit der Idee der einzelnen Persönlichkeit und zeigen sich uns dann als das Gute im evolutionär-monistischen Kunstwerk, wenn der Charakter es zuläßt. “The Truth is concrete”, was für eine Blasphemie, was für eine satanistische Selbstüberhöhung angeblicher Künstler. Nieder mit dem politisch mißbrauchten Hyperrealismus der Anhänger-innen des Pluto! Für den Primat der Kunst der geistig absolut freien Individualität! Christus ist der Herr des Schicksals. Die Idee kann die Tatsachen autonom, ganzheitlich vereinnahmen. Der mit Macht ausgestattete Ideologe, der an einem erkenntniskritischen Defizit leidet, betätigt sich anti-christlich, wenn er die Bürger-in wieder der Kontingenz, der äußeren Zufälligkeit, der Fremdbestimmung dämonisch unterwirft.

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