Volxfront, News (X): Einladung nach Neu-Weimar

Auf nach Neu-Weimar! Die Tianide Eos hat für alle erkenntnismutigen Individualitäten ein Fahrzeug bereitgestellt! “Offene Weite, kein Verdienst”, sagte einst Bodhidharma. Wie eine Motorsäge muß seine Aussage uns vom BRD-Volk (= politische Klasse) für immer abtrennen, damit wir uns jungfräulich rein mit der Einbildungskraft unserer Entelechie (= Erkenntnisidee) zuwenden können. Das Ganze hat sich bisher auf der menschlichen Entwicklungsstufe monotheistisch in der besonderen Freiheit, der allgemeinen und der ideellen kräftig bemerkbar gemacht. Einzig die ästhetische und vor allem die evolutionäre harren noch ihrer Verwirklichung als philosophisch eigenständige Forschungsbereiche. Neu-Weimar als das politische (= kunstreligiöse, Politik verstanden als Kunst, nicht als Gewaltherrschaft) Ideal des transzendentalen Goethevolkes, der Gemeinschaft der absoluten Zwecke an sich, erscheint erst dann auf der Erde, wenn auch die letzten Kunstformen von dem Vernunftwesen schöpfungsgemäß in seine Tätigkeiten aufgenommen werden. Mit dem Entwicklungsimpuls “Sonne und Erde-Werkstatt für ein ganzheitliches Bewußtsein” soll nun der Schritt hin zur Etablierung eines Abbildes von Neu-Weimar als ästhetischer Stadtstaat in der Kommune der Stadt-Essen erfolgen. Die bisher entwickelte konzept-künstlerische Poetologie erlaubt jetzt den öffentlichen Auftritt ihrer Evidenz, um erste Phänomene in Zusammenarbeit mit anderen Individualitäten kulturrevolutionär, neo-situationistisch und sozialplastisch auf der Agora zu verbinden. Mit dem Bekenntnis zu Ihrer geistig absolut freien Individualität, zu Wissenschaft und Kunst als Religion, zu den sich als Goetheanistik entstehenden “Goetheanistischen Studien” sind Sie mit allen Rechten und Pflichten ein vollwertiges Mitglied des Goethevolkes. Die Einzelheiten Ihrer Konversion werden an anderer Stelle ausführlich behandelt. Ihre Rückkehr nach Neu-Weimar schon in diesem Leben ist das größte Festspiel, was Sie nach dem Goetheereignis im 18. Jahrhundert erleben dürfen. Sie gehören dann nicht nur der neuen Kunstavantgarde an, sondern auch der Ekklesia, 1) die das unbedingte Recht hat, radikaldemokratisch und direkt ihre Erkenntnisse in die Akashachronik einzuschreiben. Wie Sloterdijk schon betont, ist die Ästhetik, als die Hauptwissenschaft des Menschen, in der kommenden Kulturepoche nicht mehr nur eine wahrnehmende, sondern fortgeschritten eine erkennende in der Handlung und diese wiederum ist mit Goethes Augen vollzogen eine kunstreligiöse, wenn die Tat aus der Schönheit heraus das Gute hervorbringt. Wir als Aktivisten der Goethea oder des Goethe wollen also im ewigen Augenblick, im epischen Geschehen wirksam werden und mit der Hilfe aller Gottheiten das Gesamtkunstwerk anhand der vorgefundenen Problemfelder erneut errichten und zeitgemäß gestalten. Bitte tragen Sie sich jetzt oder nach dem Propyläen-Gespräch auf der Agora nebenan in die Unterschriftsliste ein, damit die ersten Weichen für den Aufbau der Wachsamkeitskomitees gestellt werden können.
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1) Der Fachterminus Ekklesia steht im Gegenstandsgebiet der Goetheanistik einmal für die Polisgemeinde, für ein Städtebündnis, aber auch für die erkenntiskünstlerische Gemeinschaft, in der ein harmonisches Miteinander gepflegt wird, zwischen der geistig absolut freien Individualität und der anderen Vollbürger des ästhetischen Stadtstaates.

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