Wer soll herrschen? Die Freiheit! Wer soll abdanken? Die Kolonialbehörde!

Es ist vorbei! Jedes System wird einmal seinen eigenen Prinzipien untreu und verfault. Ein neuer Zyklus beginnt. Die sechste Kulturperiode ist angekommen. Es muß nur noch der Thorweg beschritten werden. Immer und immer wieder dreht sich das Rad der ewigen Wiederkehr des Immergleichen. Nur der Mensch, der sich selbst überwindet, der aus dem vermeintlichen Sachzwang ausbricht, der kann die Sonne auf die Erde bringen. Nur wer sich vom Aberglauben befreit, der kann im Reich der Möglichkeit stehend, die Erdenwelt als Künstler betrachten. Nur er bejaht ohne Rest sein Schicksal, spricht im Sinne von Nietzsche das “Amor fati” aus und bestimmt seinen Willen ganzheitlich absolut selbst. Der Erde treu bleiben heißt für uns Goethe – Aktivistinnen und Goethe – Aktivisten dem Leben treu bleiben und unsere heilige Pflicht zu erfüllen, in der jeweiligen Situation erkenntnismutig den kategorischen Imperativ anzuwenden. Im Augenblick der goetheanistischen Handlung vereinigen sich Ziel, Zweck und Kausalität zu der einen kunstreligiösen absoluten ätherbewirkten Tat des am Gestade des unendlichen Ozeans spielenden Kindes. Das im Kreislauf von Geburt und Tod gefangene vernunftbegabte Tier hat die Chance sich aus der Sklaverei und seelisch – geistigen Dauerfolter selbst zu erlösen, sich in das Reich der Freiheit zu erheben, indem es zu seiner innwendigen Goetha oder zu seinem Goethe erwacht und den Willen zur Macht, zur Kunst eigenständig entfacht. Nur so macht es sich würdig für das Propyläen – Gespräch in der wahlverwandtschaftlich organisierten Familie der Freien Karl – Philipp Moritz Universität. Auf dem leuchtenden Pfad der Ewigkeit, der purpurfarbenen Morgensonne Eos erhobenen Hauptes entgegen gehend, erreichen wir das nächste Basislager der Evolution am Hang des Niyamgiri, auf dessen Spitze sich das Urphänomen einer kulturautonomen Polis, Neu – Weimar, befindet.

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